Förderzentrum

Sonderpädagogisches  FörderZentrum

Was ist ein Sonderpädagogisches Förderzentrum?
Ein Sonderpädagogisches Förderzentrum (SFZ) ist eine Volksschule mit besonderen Förderschwerpunkten. In der Don-Bosco-Schule Marktoberdorf liegen diese Förderschwerpunkte auf den Bereichen Lernen, Sprache und Verhalten.  

Zielsetzung
Grundidee des SFZ ist es, dass verschiedene Förderschulformen unter einem Dach zusammengefasst werden. Dies ist notwendig, da der Förderbedarf in den Bereichen Lernen, Sprache und Verhalten nicht immer eindeutig voneinander abgegrenzt werden kann. Sonderschullehrkräfte der verschiedenen Fachrichtungen sorgen dafür, dass  die Schüler/innen ihrem Förderbedarf entsprechend erzogen und unterrichtet werden.

Zielgruppe
Das SFZ ist für Schüler/innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf in den Bereichen Lernen, Sprache und Verhalten bestimmt. Häufig gibt es Überschneidungsbereiche zwischen diesen Förderschwerpunkten (siehe oben).

Aufnahme
Grundsätzlich besteht für die Schüler / Schülereltern Wahlfreiheit des Schulorts: Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf können an der Regelschule oder am Förderzentrum unterrichtet werden. Die Aufnahme in ein SFZ erfolgt auf folgendem Weg:
Der Klassenlehrer der Grund- bzw. Hauptschule verfasst einen Meldebogen mit der Bitte um Überprüfung des Schülers auf sonderpädagogischen Förderbedarf. Dieser Meldebogen wird an das SFZ geschickt.
Ein ausgebildeter Sonderschullehrer erstellt ein sonderpädagogisches Gutachten für den gemeldeten Schüler. Das Gutachten enthält Aussagen zum sonderpädagogischen Förderbedarf. Die Erziehungsberechtigten werden über die Ergebnisse informiert, zusammen wird beraten, welcher Förderort für das Kind der geeignetere ist. Nur in Absprache und auf Wunsch der Eltern kommt es zu einem Wechsel des Schülers an das SFZ.

Aufgaben
SFZ haben die Aufgabe, ein umfangreiches sonderpädagogisches Förderangebot zu stellen. An der Don-Bosco-Schule befindet sich im einzelnen:
- eine Schulvorbereitende Einrichtung (SVE) für Kinder mit Sprach- und Entwicklungsverzögerungen,
- Sonderpädagogische Diagnose- und Förderklassen (SDFK),
- Klassen der Jahrgangsstufen 3 bis 6, die nach den Lehrplänen der Grund- und Mittelschule und/oder nach dem Lehrplan der Schule zur Lernförderung unterrichtet,
- Klassen der Jahrgangsstufen 7 bis 9, die nach dem Lehrplan der Schule zur Lernförderung unterrichtet werden und als sogenannte sonderpädagogische Diagnose- und Werkstattklassen (SDW) den Schwerpunkt auf Berufs- und Lebensorientierung legen,
- die mobilen sonderpädagogischen Dienste (MsD).
- die mobile sonderpädagogische Hilfe (msH),
- das sonderpädagogische Beratungszentrum, das immer Mittwochs von 14.30 - 16.00 geöffnet hat und sein Beratungsangebot an Schüler/innen, Eltern und Lehrkräfte der Regelschulen und des SFZ richtet.

Arbeitsweisen
Das SFZ versteht sich als Zentrum für Erziehung und Unterricht von Schüler/innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Darüber hinaus ist es auch ein Zentrum ambulanter sonderpädagogischer Dienstleistungen für Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf an Kindergärten und allgemeinen Schulen.
Nach den Diagnose- und Förderklassen werden die Schüler/innen in den Jahrgangsstufen 3 bis 6 nach verschiedenen Lehrplänen unterrichtet: den Lehrplänen für die Grund- und Mittelschulen sowie dem Lehrplan für die Schule zur Lernförderung.  Ziel ist eine optimale Förderung von Schülern mit Lernproblemen zu erreichen und falls sinnvoll, eine Rückführung an die Grund- und Mittelschule zu ermöglichen (in der Regel bis einschließlich der 6. Jahrgangsstufe). Um die berufliche Ausbildung gezielt vorzubereiten, werden die Klassen 7 bis 9 als sonderpädagogische Diagnose- und Werkstattklassen geführt. Hier soll ein hoher Anteil an beruflicher Praxis eine berufliche Eingliederung trotz sonderpädagogischem Förderbedarf ermöglichen. Dazu wurde im Schuljahr 2004/05 das Fach BLO (Berufs- und Lebensorientierung) eingeführt.

Abschlüsse
Lange Zeit war es üblich, dass unsere Schüler nach der 9. Klasse nur ein Entlasszeugnis bekamen. Es war also bisher nicht möglich einen Abschluss an der Don-Bosco-Schule zu machen. Das hat sich geändert. Seit 2012 vergeben wir nun auch einen vereinfachten Mittelschulschulabschluss. (Diesen Abschluss machen auch die Praxisklassen an den Mittelschulen und ist nicht zu vergleichen mit dem "normalen" Mittelschulabschluss oder gar dem "Quali"). Dazu müssen die Schüler aber an einer speziellen Abschlussprüfung teilnehmen, in der die Fächer Mathematik, Deutsch, GSE (Geschichte, Sozialkunde, Erdkunde) und BLO (Berufs- und Lebensorientierung) abgeprüft werden. Einen besonders hohen Stellenwert haben in diesen Tests die praktischen Leistungen. Wer diese Prüfung mit einem Schnitt von 4,0 oder besser besteht, bekommt zusätzlich zum üblichen Entlasszeugnis bei der Entlassfeier ein Zeugnis über den Erfolgreichen Hauptschulabschluss überreicht.

Weitere Informationen: www.schulberatung.bayern.de