Die Rückführungen der letzten elf Jahre.

Da ein Diagnose- und Förderlehrgang immer drei Schuljahre umfasst, sind hier jeweils die Rückführungen aus einem kompletten Lehrgang dargestellt.

Zum Beispiel: Aus dem Diagnose- und Förderlehrgang, der 1993 an unserer Schule begann, wurden bis zu dessen Ende 1996 vierzig Prozent der Kinder an die Regelschule zurückgeführt.

Nach welchen Klassen kommen die Kinder an die Regelschulen zurück?

Das ursprüngliche Konzept der Diagnose- und Förderklassen sieht eine Rückführung nach dem dritten Jahr in die dritte Klasse Grundschule vor. In den vergangenen Jahren fand jedoch an unserer Schule eine verstärkte Rückführung nach dem zweiten Jahr DFK in die zweite Klasse der Grundschule statt. Dies hat sich in der Praxis sehr bewährt, da die Kinder unserer Schule mit einem leichten "Wissens - Vorsprung" in die Grundschule kommen. Die Unterrichtsinhalte bereiten ihnen dadurch keine Probleme und sie können sich in Ruhe an die größere Klasse und die veränderten Lehrmethoden gewöhnen.

Ein weiterer Grund ist, dass die anfänglichen Lernprobleme vieler unserer Schulkinder ursächlich in einer Entwicklungsverzögerung zu finden sind. Diese Kinder benötigen einen langsamen und behutsamen Einstieg in die Schulzeit. Ihre Defizite lassen sich aber oft in den ersten zwei Jahren aufarbeiten, so dass eine frühere Rückschulung sinnvoll erscheint.

Eine Rückführung nach dem ersten Jahr der Diagnose- und Förderklasse ist aus unserer Sicht nicht zu empfehlen.

Die Rückführungschancen der Quereinsteiger im Vergleich zu den DFK-Schulanfängern.

Sind Lernprobleme bei einem Kind schon vor der Einschulung abzusehen (auffällig im Kindergarten, Frühförderung, Kinderarzt...), ist dringend eine Überprüfung an unserer Schule und die eventuelle Einschulung in die Diagnose- und Förderklasse zu empfehlen. Es besteht die Gefahr, dass solche Kinder bereits in der ersten Klasse der Regelschule massive Versagenserlebnisse erleiden, die zu Schulfrust, Schulangst, Lernverweigerung oder anderen schweren Verhaltenssstörungen führen können. Wenn solche Kinder als "Quereinsteiger" dann endlich zu uns kommen, müssen erst mühsam die Defizite aufgeholt werden. Dieser "Leidensweg" für Kinder (und Eltern!) ist wirklich unnötig!

Beispiel: Aus dem Jahrgang 2000 - 2003 konnten fast sechzig Prozent der Dia-Fö Schulanfänger zurückgeschult werden. Von den Quereinsteigern waren es deutlich unter zehn Prozent!

Fazit: Je früher der Beginn der Förderung, umso größer die Chance einer Rückführung an die Grundschule!

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